Generationen im Wandel

Wir haben viele Reaktionen auf unseren Gedanken zu den Generationen Y und Z bekommen. Es scheint das Rätsel unserer Zeit zu sein herauszufinden, wie man diese spannenden Menschen mit ihren iWerten und Vorstellungen richtig anspricht und als Kunden gewinnt. Statt jetzt aus unserer Sicht zu beschreiben, was die kommenden Generationen ausmacht, lassen wir sie einfach selber zu Wort kommen. MAMA-Werkstudent Jan ist ein von uns hochgeschätzter Vertreter der Generation Z und hat für uns mal aus seiner Sicht zusammengefasst, was seine Generation ausmacht:

„Das Wichtigste ist seinen Kunden zu verstehen. Klar, weiß jeder, versucht jeder. Auch wir natürlich. Dabei trifft man auf die abgrenzenden Begriffe Generation Y und Generation Z. Als Werkstudent in der Strategie habe ich mich viel mit den neuen Generationen beschäftigt, viel recherchiert und gelernt. Spannend dabei: Der stetige Vergleich mit mir selbst. Ich bin Jahrgang 1995, genau in der Mitte der geläufigen Definition von Generation Y und Z. Es war also eine Art „Selbstfindung“ für mich, die mir überraschende Erkenntnisse geliefert hat. Ein umfassendes Wissen im Umgang mit Gen Y & Z wird nicht nur in den nächsten Jahren, sondern jetzt schon unabdingbar sein.

Unsere Gesellschaft transformiert sich.

Treibender Motor dabei: Junge Menschen. Junge Käufer, die gänzlich anders ticken, als ihre Eltern es noch taten. Frühere Generationen haben ihren Wertekodex an die nächste weitergegeben. Aber uns ist es egal, ob Papa schon immer Audi gefahren ist. Wir wollen selbst entscheiden, was wir kaufen und wie wir leben. Wir sind im Zeitalter der demokratisierten Informationen aufgewachsen. Soll heißen, wir hinterfragen alles mit Informationen aus dem Internet, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Das zeichnet uns aus und gibt uns erst die Möglichkeit so individuell zu sein, wie wir es sind. Im Grunde genommen ist es der Auslöser für den harten Wertewechsel der Generation unserer Eltern zu uns, denn „Alles“ beinhaltet nun mal auch Werte und Lebenskonzepte.

Unser größtes Gut? Wir hinterfragen. Wir wollen selbst bestimmen.

Wir vertrauen niemandem. Zumindest nicht blind. Unsere erste Informationsquelle sind unsere Freunde, die Menschen, die uns näher stehen als unsere Eltern. 

Aber wenn nicht mal unsere Eltern noch Einfluss auf uns haben, wie sollen das Marken dann schaffen? Marken müssen zu Freunden werden, die auf Augenhöhe mit uns reden. Lasst uns mitmachen! 

Hört auf euch wie der „coole Onkel“ zu benehmen. Gebt uns kein peinliches High Five. Und versucht bitte nicht „Hip“ zu sein. Wir werden bombardiert von einer Fülle an gut gemeinter Werbung, die gekonnt an uns vorbei geht. „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“ – Jennifer Rostock

Das große Problem an vielen Kampagnen zur Zeit ist: Sie sind uns egal.

Einstudierte Choreographien, wie perfekte Familien und strahlende Zähne, könnt ihr euch sparen. Ja, wir sind digital Natives, aber das heißt nicht, dass wir nicht auch ein reales Leben haben. Wir wissen, wie es draußen aussieht und lassen uns von blinden Marken nicht verarschen. 

Man könnte uns als Generation AdBlocker bezeichnen, die alles an Werbung ignoriert oder eben blockt. Ja, stimmt. Und das Geheimnis steckt in dem Wort „Werbung“. Wie wäre es denn mal mit Kommunikation, statt nervender Werbung? Dann machen wir gerne mit, sprechen mit euch und interagieren sehr gerne mit eurer Marke. 

Wir wollen Teil von etwas Großem sein. Und das möglichst immer.

Gebt uns etwas, an dem wir uns festhalten können. Wer seid ihr? Wo kommt ihr her? Was habt ihr erlebt? Für welche Werte steht ihr ein? Seid unsere Freunde. Und vor allem: Seid echt. Wenn ich mich mit jemanden in einer Bar unterhalte, möchte ich, dass er mir etwas von sich erzählt. Ich will wissen, wo er her kommt und was er so macht. Aber wenn er nichts von sich preisgibt und mir nur dauernd sagt, dass ich Freibier bekomme, wenn ich sitzenbleibe, dann steh ich auf. Da hab ich keine Lust drauf. 

Ein Appell an alle Marken: Seid unsere Freunde und Vorbilder!“

http://mama.de/download/Booklet_Generation-Y.pdf

Mirco Larsen (Geschäftsführer MAMA Werbeagentur) und Oliver Beuthien (Retail Experte)

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